Theoretische Ausbildung

Die theoretische Ausbildung umfasst 600 Std. und wird in einem 3jährigen Curriculum angeboten. Die praxisorientierten Unterrichtseinheiten finden in festen Gruppen (ca. 12 Teilnehmer), meistens als Wochenendseminare statt.

Von den 600 Std. praxisorientierter Unterrichtseinheiten sind ca. 200 Stunden Grundlagen der Psychotherapie, die weiteren 400 Stunden sind eine Vertiefung in klinischer Verhaltenstherapie, die den Umgang mit spezifischen Störungsbildern vermittelt. Im Wesentlichen werden folgende Themen behandelt:

  • Allgemeine und spezielle Grundlagen der Psychotherapie / Schwerpunkt klinische Verhaltenstherapie
  • Methoden des diagnostischen Vorgehens
  • Therapieplanung und Fallkonzeptualisierung
  • Zielorientierte Gesprächsführung und Motivationsstrategien
  • Beziehungsfördernde therapeutische Interventionen
  • Spezielle Interventionen im psychotherapeutischen Umgang mit bestimmten Störungsbildern (Affektive Störungen, Tics und Zwänge, Essstörungen, Störungen des Sozialverhaltens, Hyperkinetische Störungen, Entwicklungsstörungen, Funktionelle Störungen u.a.)
  • Spezielle Fertigkeiten im Mehrpersonen Setting (Gruppentherapie, familien- und familientherapeutische Ansätze, u.a.)
  • interdisziplinäre Kooperationsformen

Die theoretische Ausbildung wird in einem didaktisch hilfreichen und aufeinander aufbauenden Curriculum, im Rahmen eines festen Ausbildungsprogramms vermittelt. Die Inhalte sollen den theoretischen und v.a. aktuellen wissenschaftlichen Stand vermitteln; der Schwerpunkt der Seminare liegt jedoch in der Vermittlung therapeutisch sinnvollen Handelns. Praktische Rollenspiele in Kleingruppen, Videomaterial oder Lifeexploration sollen die Psychotherapien in der Praxis deutlich veranschaulichen.

Ein Ausbildungsjahr besteht aus zwei Semestern (Januar bis Juni und Juli bis Dezember; in den hessischen Schulferien finden keine Veranstaltungen statt).