Informationen für Zuweiser

In den Psychotherapeutischen Ausbildungsambulanzen der AWKV (Kassel, Marburg, Friedrichsdorf bei Frankfurt) werden Kinder, Jugendliche und Erwachsene behandelt.

Wie läuft das Aufnahmeprozedere bei Zuweisung an die psychotherapeutische Ambulanz der AWKV ab? Details

Überwiesene Patienten melden sich selbst telefonisch oder persönlich in der Verwaltung des jeweiligen Instituts in Kassel, Marburg oder Friedrichsdorf an. Nach Erfassung notwendiger Personendaten wird zunächst ein Termin für ein sog. Indikationsgespräch mit einem der Ambulanzleiter vereinbart. Dabei wird der Behandlungsanlass besprochen und entschieden, ob in der psychotherapeutischen Ambulanz der AWKV ein adäquates Behandlungsangebot gemacht werden kann.

Ist die Therapie in der AWKV möglich, erfolgt nach dem Indikationsgespräch intern die Vermittlung des Patienten an einen geeigneten Ausbildungstherapeuten. Dieser nimmt dann zeitnah Kontakt zum Patienten auf und vereinbart einen Termin für eine erste probatorische Sitzung.

Das weitere Prozedere entspricht dem jeder niedergelassenen Psychotherapiepraxis. Es erfolgen bis zu fünf probatorische Sitzungen bei Erwachsenen und bis zu acht bei Kindern und Jugendlichen innerhalb derer der Therapeut und der Patient darüber entscheiden, ob sie weiter zusammen arbeiten möchten. Im nächsten Schritt wird der Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenkasse des Patienten gestellt. Nach Bewilligung der Therapiestunden durch die Krankenkasse, kann im bewilligten Stundenrahmen die Therapie durchgeführt werden.

Ist in der AWKV keine Psychotherapie möglich, erhält der Patient im Indikationsgespräch weiterführende Informationen, z. B. an welche anderen geeigneten Institutionen er sich wenden kann.

Wie viele Behandlungsplätze gibt es und wie ist die Wartesituation? Details

Grundsätzlich bemühen wir uns, Wartezeiten kurz zu halten und so schnell wie möglich eine Vermittlung vorzunehmen.

In unseren psychotherapeutischen Ambulanzen steht nur eine begrenzte Anzahl von Behandlungsplätzen zur Verfügung. Gleichzeitig gibt es eine sehr hohe Nachfrage. Daher müssen sich Patienten erfahrungsgemäß auf Wartezeiten einstellen, bis das Indikationsgespräch erfolgen kann.

Nach dem Indikationsgespräch entsteht eine weitere Wartezeit für die Vermittlung an einen Therapeuten, die sowohl von den zeitlichen Möglichkeiten des Patienten für Terminvereinbarungen, als auch von den aktuell verfügbaren Behandlungsplätzen abhängt.

Informationen über die voraussichtliche Wartezeit für ein Indikationsgespräch können in der Verwaltung erfragt werden, die voraussichtliche Vermittlungswartezeit wird im Indikationsgespräch mitgeteilt.

Was und wie wird in den AWKV-Ambulanzen behandelt? Details

Die Psychotherapiesitzungen finden i.d.R. als wöchentliche Einzelbehandlungen von 50-minütiger Dauer statt. In Abhängigkeit von der Problemstellung kann die Einzelbehandlung mit einer störungsspezifischen Gruppentherapie kombiniert werden.

In den AWKV Ambulanzen wird ausschließlich Verhaltenstherapie angeboten, welches ein von den Krankenkassen anerkanntes Richtlinienverfahren ist.

Das psychotherapeutische Behandlungsangebot der Ambulanzen richtet sich an Erwachsene, Kinder und Jugendliche die unter psychischen Problemen und Störungen leiden. Unsere Schwerpunkte sind die Behandlung von

  • Depressionen
  • Angststörungen
  • Zwangsstörungen
  • Essstörungen
  • Psychosomatischen Störungen
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Körperlichen Erkrankungen mit psychischen Begleit- und Folgeerscheinungen
  • Störungen des Sozialverhaltens
  • Hyperkinetischen Störungen
  • Emotionale Störungen im Kindes- und Jugendalter

Es ist der AWKV ein wichtiges Anliegen, neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Methoden in die Psychotherapie einfließen zu lassen. Daher werden die Therapien entsprechend des neuesten Standes der Forschung weiterentwickelt und einer fortlaufenden Qualitätssicherung unterzogen. Bei allen Psychotherapien wird daher u.a. eine umfangreiche Testdiagnostik zu Beginn und zum Ende der Therapien vorgenommen.

Welche Anliegen können nicht in den AWKV-Ambulanzen behandelt werden? Details

In den psychotherapeutischen Ambulanzen werden wie in jeder niedergelassenen psychotherapeutischen Praxis psychische Störungen aus dem Kapitel F der Internationalen Klassifikation psychischer Störungen (ICD-10 Kapitel V (F)) behandelt.

Eine Behandlung in der AWKV kann nicht aufgenommen werden, wenn keine sog. F-Diagnose, d.h. keine psychische Störung von Krankheitswert vorliegt, ein Beratungsanliegen besteht oder lediglich gutachterliche Fragestellungen ausstehen (z.B. bei Berentungsanliegen oder bei laufenden Gerichtsverfahren).

Nicht behandelt werden außerdem:

  • Patienten mit akuter Selbst- und Fremdgefährdung
  • Betroffene mit Medikamenten-, Drogen- oder Alkoholabhängigkeit
  • Hirnorganisch beeinträchtigte oder akut psychotische Patienten
  • Patienten, die ausschließlich aufgrund gerichtlicher Auflage in die Therapie kommen 

Besonderheiten der psychotherapeutischen Ambulanz der AWKV Details

Alle AWKV-Ambulanzen sind QEP© zertifiziert. QEP© (Qualität und Entwicklung in Praxen), ist ein von den Kassenärztlichen Vereinigungen anerkanntes Qualitätsmanagement-System, nach dem auch niedergelassene psychotherapeutische und ärztliche Praxen zertifiziert werden.

Die psychotherapeutischen Ambulanzen der AWKV sind einer staatlich anerkannten Ausbildungsstätte für psychologische und ärztliche Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten angegliedert. Die Therapien werden von Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten in fortgeschrittener Ausbildung sowie von approbierten Ärzten im Rahmen der Zusatzqualifikation Psychotherapie durchgeführt. Die bei uns tätigen Therapeuten arbeiten auch in stationären psychiatrischen oder psychotherapeutischen Einrichtungen wie z.B. Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie oder psychosomatischen Rehabilitationseinrichtungen.

Aufgrund des Ausbildungsstatus der Therapeuten erfolgen alle Psychotherapien entsprechend der gesetzlichen Vorgaben unter kontinuierlicher Supervision, welche die Fachaufsicht für die Psychotherapien gewährleistet.

Die Patientenzufriedenheit wird mittels eines kurzen Fragebogens zu Beginn und zum Ende jeder einzelnen Therapiestunde erfragt. So kann unmittelbar auf Verbesserungswünsche oder Schwierigkeiten eingegangen werden.

Es ist der AWKV ein wichtiges Anliegen, dass die Therapien in den psychotherapeutischen Ambulanzen in enger Kooperation mit den ärztlichen und nicht-ärztlichen Zuweisern erfolgen. Bei haus- und fachärztlichen Zuweisern erfolgt diese - das Einverständnis und die Schweigepflichtentbindung des gemeinsamen Patienten vorausgesetzt - über den telefonischen Kontakt, eine vorgeschriebene Berichtspflicht des Therapeuten oder den ärztlichen Konsiliarbericht. Darüber hinaus wird die Kooperation zu den ärztlichen Mitbehandlern intensiviert, wenn somatische Beschwerden beim Patienten vorliegen, die Notwendigkeit einer psychopharmakologische Behandlung überprüft werden soll oder bereits eine begleitende medikamentöse Behandlung besteht.

So erreichen Sie uns Details

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