Zusatzqualifikation KJP

Wenn Sie die Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeut/Psychologischen Psychotherapeutin absolvieren möchten und sich auch für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie interessieren oder/und sich eventuell ein „zweites Standbein“ aufbauen wollen, könnte die von der AWKV angebotene Zusatzqualifikation KJP für Sie interessant sein. Da Sie sich die KJP-Fälle auch für Ihre Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten/in anrechnen lassen können, ist es aus ökonomischen Gründen sinnvoll, die KJP-Zusatzqualifikation parallel zur Erwachsenenausbildung zu absolvieren.

Sie brauchen keine zusätzlichen Selbsterfahrungsstunden und keine zusätzliche praktische Tätigkeit. Außerdem müssen Sie keine Abschlussprüfung über die KJP-Fälle ablegen.

Anforderungen:

  • Nachweis von mindestens 200 Stunden eingehender Kenntnisse und Erfahrungen in der Entwicklungspsychologie und Lernpsychologie sowie der Psychodiagnostik bei Kindern und Jugendlichen.
  • Nachweis der selbständigen und abgeschlossenen Durchführung von mindestens 5 Fällen in Verhaltenstherapie mit mindestens 180 Stunden unter Supervision, die möglichst nach jeder dritten Behandlungsstunde stattfinden sollte. Die Kinder und Jugendlichen dürfen bei Behandlungsaufnahme nicht älter als 18 Jahre, bei Behandlungsende nicht älter als 21 Jahre alt sein.
  • Dokumentation der (mind.) 5 Behandlungsfälle (diese können auch Bestandteil der im Rahmen der Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten eingereichten Falldokumentationen sein).

Nach Erteilung der Approbation und Zulassung als Psychologische/r Psychotherapeut/in können Sie bei der KV einen Antrag auf Erteilung einer Abrechnungsgenehmigung für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie stellen. Wenn Sie sich als Erwachsenentherapeut/in mit eigener Praxis niederlassen, könnten Sie dann auch Kinder und Jugendliche in Ihrer Praxis behandeln. Sie qualifizieren sich aber z.B. auch für eine Tätigkeit in einer Klinik, da psychisch kranke Erwachsene auch oft Kinder mit psychischen Auffälligkeiten haben und psychisch kranke Kinder oft problematische Beziehungsmuster mit psychisch belasteten Eltern oder/und anderen Bezugspersonen aufweisen.

Wenn Sie sich für diese Zusatzqualifikation interessieren, kontaktieren Sie die jeweilige Ausbildungsstätte in Kassel, Marburg oder Friedrichsdorf.

Kosten

  • Für Aus- und Weiterbildungsteilnehmer/ innen der AWKV betragen die Kosten pro Seminarstunden 15,00 €, für Gasthörer/ innen 18,00 €.
  • Es sind keine Semester- oder Aufnahmegebühren zu zahlen.
  • Die Kosten für die Supervision sind mit den SupervisorInnen zu vereinbaren. Laut Empfehlung der AWKV liegen diese bei 85,00 € für eine Stunde Einzelsupervision und 25€ - 30€ (je nach Gruppengröße, bei max. 4 Teilnehmern) für eine Stunde Gruppensupervision pro Teilnehmer.